„Paleo-Diät“ - Essen wie in der Steinzeit…

Veröffentlicht auf 1. Dezember 2012

Die Anhänger der Steinzeitdiät gehen von der Annahme aus, dass die kohlenhydratarme Ernährungsweise unserer Ur-Vorfahren weitgehend unverändert in unseren Genen verankert ist  und daher auch heute im Speiseplan Anwendung finden sollte, da wir uns rein genetisch betrachtet immer noch in der Alt-Steinzeit befinden.  D.h., dass unser Organismus genetisch noch immer auf seine ursprüngliche Ernährungsform programmiert ist.

Jedoch ist unsere heutige Ernährung, die zum Teil Übergewicht,   Bluthochdruck, Diabetes, Arterienverkalkung und Herz-Kreislauferkrankungen begünstigt, genau entgegengesetzt zur Ernährung der einstigen Jäger und Sammler, die ihr Essen mit Bewegung und Anstrengung verbunden jagen, erlegen und sammeln mussten. Und so bestand die Ernährung der Höhlenmenschen hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Pilzen, Wurzeln, Pflanzen, Eiern und Fisch sowie aus Fleisch. Wertvolles Eiweiß, so gut wie keine Fette und kaum Zucker, viel Ballaststoffe und viele Vitalstoffe, viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Omega-Fettsäuren, Protein und Kalium. Aus Getreide gewonnene Nahrungsmittel standen zu jener Zeit nicht auf dem Speiseplan, kein Zucker und auch keine Milchprodukte, da es Ackerbau und Viehzucht noch nicht gab.

Historische und anthropologische Studien sollen ergeben haben, dass Jäger und Sammler fit und gesund waren und so gut wie keine Herz-Kreislauferkrankungen gehabt haben sollen. Die Steinzeitdiät setzt daher auf eine kohlenhydratarme Ernährung mit Obst, Gemüse, Nüssen, magerem Fleisch und Fisch, während Zucker und industriell vorgefertigte Getreideprodukte gemieden werden sollen.  Die Ablehnung von industriell verarbeiteten Lebensmitteln und Bevorzugung von frischen Früchten, Gemüse und Nüssen als positiver Aspekt der Steinzeitdiät sind weitgehend anerkannt. Umstritten ist der Verzicht auf Getreideprodukte und Milch sowie einer Bevorzugung von proteinreichen Fleisch- und Fischgerichten.

Ohne es mit aller Ernsthaftigkeit zu betreiben, habe ich es mal mit der Steinzeitdiät versucht, bin zwar nicht auf die Jagd gegangen, um Beute zu erlegen und auch nicht in den Wald zum Beeren sammeln , aber habe einiges in meiner Ernährung geändert. Viel Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Eier und mageres Fleisch gegessen, Obst wegen des Zuckergehaltes in Maßen und komplett auf Getreideprodukte verzichtet, auf Fertiggerichte und Fast Food sowieso, zumal ich Letzteres auch zuvor nicht gegessen habe.  

Und ich muss sagen, vor allem der Verzicht auf industriell vorgefertigte Getreideprodukte bekommt mir persönlich sehr gut, denn frühere Probleme mit der Verdauung, Blähungen, Magen- und Bauchschmerzen, was ich häufig nach dem Verzehr von z.B. Brot, Kuchen, Pasta, Pizza etc. hatte, ohne dafür die Ursache erahnt zu haben, gehören seit dem der Vergangenheit an. Offenbar gehöre ich zu den Menschen, bei denen der Verdauungstrakt für den Getreideverzehr im Rahmen der Evolution bisher nicht zur Genüge optimiert ist.

Und einige Kilo abgenommen habe ich dabei außerdem, wie von allein mein Wunschgewicht erreicht, und zwar ohne zu Hungern oder irgendwelchen Mangel zu erleiden. Denn ab und an ein Stück Schokolade habe ich natürlich trotzdem gegessen, auch fast täglich Milchprodukte zu mir genommen. Ich habe mich relativ schnell und leicht an diese Ernährungsweise gewöhnt, vermisse nichts, sie bekommt mir gut, und ich werde bis auf weiteres dabei bleiben.

 

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urzeit

Geschrieben von abnehmen-rauchfrei

Veröffentlicht in #Ernährung

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