Gesund, schnell, erfolgreich und dauerhaft abnehmen

Veröffentlicht auf 21. Februar 2011

 

Abnehmirrtümer - Irrtümer und Aberglaube zu Ernährung, Übergewicht und Abnehmen

gemuese Rund um das Thema Ernährung, Übergewicht und Abnehmen bestehen sehr viele Irrtümer, die sich als Aberglaube hartnäckig halten. Und so gehen viele Übergewichtige in Unkenntnis darüber falsch an das Abnehmen heran, meiden bestimmte Lebensmittel, denen im Volksmund ein schlechter Ruf nachgesagt wird und bevorzugen andererseits Nahrung und Produkte im Glauben, diese wären gesund und für eine Gewichtsreduktion ideal, obwohl dies nicht immer so der Fall ist, sondern reiner Aberglaube dahinter steckt und es sich um Abnehmirrtümer handelt.

 

 

Abends essen macht dick?

Dieser Irrglaube besteht bei vielen, aber da für das Körpergewicht die Menge an Nahrung entscheidend ist, die pro Tag aufgenommen wird, und entscheidend ist, was wir essen, schadet das Essen am Abend prinzipiell nicht. Allerdings funktioniert die Verdauung am Abend nicht so gut, sondern geht langsamer vonstatten. Sofern sich jedoch Nahrungszufuhr und der tatsächliche Nahrungsbedarf im Einklang halten, kann man zu jeder Tageszeit essen, ohne dabei zuzunehmen. 

Man soll das essen, was einem schmeckt? 

Und so vertreten viele die Meinung, was ihnen schmeckt, kann nicht schlecht für sie sein, davon können sie essen, so viel sie wollen, ohne davon Übergewicht zu bekommen. Das stimmt so jedoch nicht, denn unser Stoffwechsel ist darauf eingericht, ein zu Viel an Nahrung in Fettdepots zu speichern und somit überflüssige Fettpolster entstehen zu lassen. Wer sich beim Essen nur nach Geschmack und Bauchgefühl richtet, wird pro Jahr um einige Kilo an Gewicht zulegen.


Am schnellsten kann man durch gar nicht essen abnehmen?

Damit tut man sich keinen Gefallen, weil der Körper dann sofort auf Notprogramm schaltet, d.h. weniger Kalorien verbraucht. Zwar nimmt man ab, jedoch lässt der Jo-Jo-Effekt nicht lange auf sich warten, sobald wieder normal gegessen wird. Hinterher bringt man mehr Kilos auf die Waage, als man zuvor hatte. Hungern hilft insofern nicht, wenn man erfolgreich und dauerhaft abnehmen will.

Man muss täglich eine warme Mahlzeit essen?

Diese These ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Im Grunde ist es egal, ob wir warm oder kalt essen, zumal im Magen das aufgenommene warme Essen gleich wieder auf Körpertemperatur abgekühlt wird. Allerdings empfinden wir es als angenehm und bereichernd, einmal täglich eine warme Speise zu uns zu nehmen.

 

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Von Nudeln wird man dick?

Auch das ist ein Irrglaube. Nudeln sind gute Energielieferanten, da sie zum größten Teil aus Kohlenhydraten bestehen. Nur sollte man nicht zu viel davon essen und vor allem auch auf das Drum-Herum achten, was man zu den Nudel isst. Zuckerhaltiges Tomatencatchup, fette Sahnesoßen aus Mehlschwitze oder überbacken mit gehaltvollem Käse, das kann sich natürlich dann schnell als unliebsame Fettpolster auf die Hüften schlagen. Besser ist, sich z.B. aus frischem Gemüse und Kräutern eine leckere Soße selbst zu bereiten.


Von Kartoffeln wird man dick?

Gehört ebenfalls zu den Abnehmirrtümern, denn die Kartoffel selbst ist kein Dickmacher, da sie wenig Fett und viel Wasser enthält. Anders sieht es bei der Zubereitung aus. Während eine normale Portion gekochter Kartoffen nur ca. 105 Kalorien enthält, hat die gleiche Menge Kartoffeln als Pommesfrites zubereitet ca. 370 Kalorien.

 

Von Fett wird man dick?

Das ist richtig, weil Fett 9 Kalorien pro Gramm enthält und damit der größte Kalorienlieferant ist. Fett sollte daher nur sparsam zu sich genommen werden, denn essen wir zu fettreich, so führt dies zwangsläufig zu Übergewicht, zumal Fette keine Sättigungssignale auslösen. Pflanzliche Fette sowie das Fett aus Fisch sollten in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung jedoch nicht fehlen, da beispielsweise die einfach ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. beim Olivenöl, die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut senken können. Ebenso Rapsöl oder Walnussöl. Auf jeden Fall sollte man Fette und Öle wegen des hohen Energiegehalts nur sparsam zu sich nehmen.

Light-Produkte machen schlank?

Der Begriff "Light" ist gesetzlich nicht geschützt und somit keine Gewähr dafür, dass es sich in jedem Falle um ein kalorienarmes Produkt handelt. Manche Produkte sind lediglich kalorienreduziert, enthalten trotzdem aber noch viele Kalorien, wie Fett oder Zucker. Außerdem können Light-Produkte in der Annahme, dass es sich um gesunde und kalorienarme Nahrung handelt, dazu verführen, dass man mehr davon ist, als gut ist. Die Folge ist Übergewicht.

Frischgemüse ist gesünder als Tiefkühlgemüse?

Bei frischem Gemüse besteht leider oft das Problem, dass durch die Lagerzeiten bis hin zum Verzehr wertvolle Vitamine verloren gehen. Bei TK-Gemüse ist das nicht der Fall, da es zumeist frisch vom Feld abgeerntet sofort schockgefroren und luft- sowie lichtdicht verpackt wird. Dadurch werden die luft- und lichtempfindlichen Vitamine erhalten, zudem lassen sich für die Zubereitung kleine Mengen aus der Verpackung entnehmen. Insofern bietet Tiefkühlgemüse viele Vorteile für eine gesunde, vitaminreiche Ernährung.

blatt

So viel Vitamine wie möglich essen?

Viele glauben, je mehr Vitamine sie zu sich nehmen, um so besser, aber dass Überdosierungen gesundheitsschädlich wirken können, wissen nur wenige. Beispielsweise Beta-Karotin gehört zu den Substanzen, nicht nicht in größeren Mengen zu sich genommen werden sollte und auch nicht über einen längeren Zeitraum. Gleiches trifft zu auf das Vitamin B6 sowie auf die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Es kann zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, sofern eine Überdosierung stattfindet. Dass viel Vitamin C vor Erkältungskrankheiten schützt, auch das ist ein Irrglaube und nicht wissenschaftlich bewiesen. Täglich 5 Portionen Obst, das gilt allgemein als empfohlene Menge, um seinen Vitaminbedarf zu decken.

So viel Rohkost wie möglich essen?

Rohkost sollte zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung dazu gehören, auf eine einseitige Rohkosternährung sollte man jedoch besser verzichten, da Rohkost teilweise nur schwer verdaulich ist, zu Verdauungsstörungen und Blähungen führen kann. Viele Gemüsesorten, wie Bohnen, Kartoffeln oder Linsen, sind im gekochten Zustand besser verdaulich, so dass die Inhaltsstoffe vom Körper leichter verwertet werden können. Um die im Gemüse enthaltenen Vitamine zu erhalten, sollte Gemüse nicht völlig zerkocht, sondern nur kurz gedünstet werden. Paprika, Karotten, Tomaten und Blattsalat eignen sich hingegen besonders gut, um im rohen Zustand verzehrt zu werden, und sie liefern als Rohkost wichtige Vitamine, Pflanzen- und Mineralstoffe.

Zucker ist Nervennahrung?

In gewisser Weise trifft das zu, weil für Nerven, Konzentration und Aufmerksamkeit Energie besonders wichtig ist. Zucker als schneller Energielieferant sollte jedoch in Maßen zu sich genommen werden, da ein Übermaß an z.B. Süßigkeiten den Stoffwechsel und die Bauchspeicheldrüse belasten und den Blutzuckerspiegel schnell wieder absinken lässt. Kohlenhydrate aus Gemüse, Obst oder Vollkornprodukten sorgen für einen konstanten Blutzuckerspiegel, da der Zucker aus diesen Kohlenhydraten nur langsam in das Blut gerät. Energie aus Gemüse, Obst und Vollkornerzeugnissen ist insofern geeigneter und auch günstiger für die Figur.

Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker?

Das ist ein Irrglaube, denn brauner Zucker enthält im Vergleich zum weißen Haushaltszucker lediglich etwas mehr an Mineralstoffen, wie beispielsweise Kalium, Aminosäuren und B-Vitamine. Allerdings sind die Mengen unwesentlich, können folglich nicht zur Versorgung mit Nährstoffen hinzugezählt werden. Was die Kalorien und die Kohlenhydrate anbelangt, so sind diese bei beiden Zuckersorten gleich. Insofern ist brauner Zucker nicht besser oder gesünder als weißer Zucker.

 

bild15Honig ist die gesündere Alternative zum Süßen?

Auch das ist nicht zutreffend, da Honig fast genauso viel Kohlenhydratanteile hat, wie Haushaltszucker und somit ebenso einen beachtlich hohen Energiegehalt aufweist. Daher ist Honig aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht besser geeignet zum Süßen, als Zucker, sondern gleichfalls als ungünstig zu betrachten. Besonders auch im Hinblick auf die Förderung von Karies aufgrund der klebrigen Konstistenz von Honig.


Fruchtzucker ist gesünder?

Natürlich ist Obst, was auch Fruchtzucker enthält, gesund, aber ein zu viel an Fruchtzucker ist wiederum nicht gesund, weil dieser besonders schnell in Körperfett umgewandelt wird und insofern auch schnell dick macht. Ebenso erhöht ein zu viel an Fruchtzucker die Blutfettfette, was die Gefahr von Herzinfarkt oder Schlaganfall ansteigen lässt. Vielfach ist in industriell hergestellter Nahrung Fruchtzucker-Sirup enthalten, so auch in Cola-Getränken oder in einigen Soft-Drinks. Da unser Körper auf hohe Fruchtzucker-Mengen nicht von Natur aus eingestellt ist, kann es zu gesundheitlichen Problemen, vor allem aber zu Übergewicht kommen.

 

Von Süßstoff bekommt man Heißhunger auf Süßigkeiten?

Dass Süßstoffe und Zuckerersatzstoffe zu Heißhungerattacken führen und den Appetit zusätzlich anregen, konnte in der Forschung bisher nicht bestätigt werden. Unumstritten ist jedoch, dass Süßstoffe kalorienfrei sind und sich damit im täglichen Gebrauch etliche Kalorien bei der Nahrungsaufnahme einsparen lassen.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser?

Dies galt früher so, inzwischen steht fest, dass die mit dem Kaffee zugeführte Menge an Flüssigkeit der täglichen Gesamtflüssigkeitsbilanz hinzu gerechnet werden kann. Damit liefert auch Kaffee einen Beitrag zur Gesamtwasserzufuhr pro Tag. Das obligatorische Glas Wasser, was in südlichen Ländern und auch in etlichen hiesigen Cafés zum Kaffee gereicht wird, ist zwar nicht verkehrt, aber für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt nicht unbedingt erforderlich.

Zur Verlängerung des Lebens täglich ein Glas Rotwein trinken?

Dass regelmäßiger Konsum von Rotwein das Leben verlängert, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. In einigen gesundheitsbezogenen Studien wurde belegt, dass ein moderater Genuss von Wein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken soll, wobei dem Weiswein gleiche gesundheitsförderliche Wirkungen, wie dem Rotwein zugeschrieben werden. Zu beachten ist jedoch, dass mehr als 1/4 Liter Wein die Leber belastet und Gehirnzellen schädigen kann.

 

 

bild14Schlank werden durch ausgewählte Lebensmittel?

Alle Jahre wieder, besonders im Frühjahr, werden wir mit Diät-Angeboten konfrontiert, z.B. die Ananas-Diät, Apfelessig-Diät usw., wonach die in den jeweiligen Lebensmitteln enthaltenen Enzyme als wahre Fettverbrenner angepriesen werden. Allerdings können die Enzyme nicht im Fettgewebe wirken.Säure und Verdauungsenzyme spalten die vermeintlichen Fettverbrennungsstoffe bereits im Magen auf, und es gibt auch keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass bestimmte Lebensmittel den Fettabbau beschleunigen würden.


Zusammengefasst betrachtet ist es also nicht ratsam, sich auf vermeintliche Weisheiten zu verlassen, die als Irrtümer und Aberglaube zu Ernährung, Übergewicht und Abnehmen kursieren. Eine Reduktion des Körpergewichts lässt sich hauptsächlich durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse erzielen, anstatt von kalorienreichen Lebensmitteln. Eine Ernährungsumstellung und natürlich viel Bewegung sind zum Abnehmen die besten Voraussetzungen. Wie man seine Lebensgewohnheiten auf einfache Weise verändern kann, dazu demnächst mehr...

 

 



Geschrieben von abnehmen-rauchfrei

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